Pendeln

Das Pendel findet in der Esoterik dann seine Anwendung, wenn Informationen aktiviert werden sollen, die entweder unbekannt oder in Vergessenheit geraten sind. Dabei kann es sich um allgemeine Fragen sowie um vermisste Personen, verlegte Dinge oder verdrängtes Wissen handeln. Aber auch beim Auffinden von Wasser- oder Erdölquellen und sogar beim Bestimmen von Krankheitsbildern leistet es treue Dienste. Dabei setzt der Nutzer ein siderisches Pendel und verschiedene Pendeltabellen ein, mit denen er Antworten auf seine Fragen erhält.

Die Unterscheidung zwischen dem naturwissenschaftlichen und dem siderischen Pendel

Im Deutschen wird sprachlich zwischen der wissenschaftlichen und der esoterischen Nutzung eines Pendels unterschieden. Der Pendel findet seine Verwendung in alten Pendeluhren und bezeichnet eine frei schwingende Masse, die an einem Punkt fixiert ist. Demgegenüber steht das siderische Pendel das in der Esoterik genutzt wird. Mit diesem Pendel wird eine Verbindung zwischen dem Unterbewusstsein des Menschen und der Ausstrahlung von Dingen hergestellt. Dazu wird meist eine sogenannte Pendeltabelle genutzt, auf der verschiedene Bereiche oder Antworten markiert sind, die von einer Person ausgependelt werden. Dies nennt man auch Radiästhesie, was soviel wie “Strahlenempfindlichkeit” bedeutet, und die Lehre von der Strahlenwirkungen auf Organismen ist. Man geht davon aus, dass jedes Lebewesen, aber auch jede Sache, sogar Gedanken, Strahlen aussenden, die ein Pendel beeinflussen können. Mit diesem Hilfsmittel können so über die physikalische Wahrnehmung hinaus Kräftestrahlungen von Objekten wahrgenommen werden. Auch Wünschelruten nutzen diese Energien.

Eine kleine Geschichte des Pendel

Das Pendel überträgt Schwingungen im menschlichen Körper, die auch in der Tierwelt sehr oft zu beobachten sind. Nicht umsonst finden Fische ohne Navigationsgerät ihre Laichplätze oder Vögel ihre Nistplätze. Auch im Menschen ist, wie bei Wüstentieren, die Fähigkeit verankert, Wasser zu finden. Da diese Fähigkeit sich im Laufe der Jahre immer mehr zurückgebildet hat, werden hierfür Wünschelruten eingesetzt. Bereits 147 vor Christus wurde ein chinesischer Kaiser, der für seine Fähigkeit bekannt war Wasserquellen und Erzvorkommen aufzuspüren, mit einer Wünschelrute in der Hand abgebildet. Auch die römischen Heere hatten Rutengänger, um die Soldaten stets mit frischem Wasser versorgen zu können. Im Mittelalter wurden verlorene Sachen oft mit Pendeln aufgespürt oder neue Erzvorkommen entdeckt. Erst die christliche Kirche setzte im Zeitalter der Inquisition diesem Einsatz ein Ende, da eine solche Fähigkeit als Werk des Teufels galt.
Heute ist diese Kunst weitestgehend in Vergessenheit geraten, doch ihre Ergebnisse verblüffen noch immer.

Die Wissenschaft und das Pendel

Dennoch steht der Großteil der Wissenschaft der Kunst des Pendelns sehr kritisch gegenüber. Obwohl die Ergebnisse deutlich sichtbar sind und auch von Skeptikern wahrgenommen werden können, fehlen der heutigen Wissenschaft Instrumente und Erklärungen, die die Grundlage für die wissenschaftliche Akzeptanz dieses Phänomens sind. Einzig und allein die Kirlianfotografie bildet in diesem Zusammenhang eine Ausnahme. Bei diesem von Semjon Kirlian und Walentina Kirliana ab 1937 entwickelten Verfahren werden mit lichtempfindlichem Fotopapier elektrische Spannungen festgehalten, die sich um Dinge oder Lebewesen herum befinden. Diese werden auch als Glimm- oder Koronaentladungen bezeichnet und oftmals auch mit der Aura gleichgesetzt. Auch die elektrische Aktivität des Gehirns lässt sich heutzutage mit der Elektroenzophalografie abbilden, sodass die elektrischen Zustandsveränderungen zur Informationsverarbeitung des Gehirns deutlich gemacht werden können. Auf wissenschaftlicher Basis vertreten daher manche Wissenschaftler die Ansicht, dass der Mensch der Empfänger von Strahlen ist, die die Dinge auf physikalischer Ebene abgeben. Dadurch wird das neuromuskuläre System gereizt und das Pendel in Schwingung versetzt. Diese messbaren Energien können ein Teil dessen sein, was das Pendel in der Hand einer Person zum Schwingen bringt und ihn über seine eigentliche Wahrnehmung und sein Wissen hinaus mit der kosmischen Energie in Verbindung bringt. Diese unbewussten und bis heute auch weitestgehend wissenschaftlich unbekannten Kräfte steuern den Prozess und scheinen den Mensch über das Pendel in ein viel größeres Energiefeld zu integrieren, als es unser analytischer und logischer Verstand vermag. Auch wenn Wissenschaftler die Bewegung des Pendels Kraftfeldern oder Strahlungskräften von Gegenständen zuordnen, ist es ihnen bisher noch nicht wirklich gelungen, die Strahlungskraft der Gedanken zu beweisen. Meist werden die Ergebnisse beim Pendeln in der Wissenschaft mit dem Carpenter-Effekt erklärt, der besagt, dass durch den Wunsch des Pendlers ein bestimmtes Ergebnis geliefert wird, da die Muskelbewegungen das Pendel unbewusst in eine bestimmte Richtung steuern.
Fakt ist, dass eine sensible Person, die sich auf diese Technik einlässt, zu ganz erstaunlichen Ergebnissen gelangen kann, die selbst die stärksten Kritiker verblüffen. Denn es lassen sich zum Beispiel bestimmte Spielkarten auspendeln,bei denen der Carpenter-Effekt als Erklärung nicht mehr ausreicht.

Die drei Bewusstseinsebenen

Grundsätzlich kann jeder Mensch pendeln. Dennoch erfordert es bei manchen etwas mehr Übung, doch mit ein wenig Mut und Vertrauen kann es jeder erlernen. Abhängig ist dies grundsätzlich zuerst einmal von der jeweiligen Sensibilität für diese Schwingungen. Je nachdem, wie gut der Zugang zu diesen Schwingungen bereits ist, beschleunigt sich der Lernprozess entsprechend.
In der Esoterik geht man von einem einfachen Modell aus, dass das Bewusstsein in drei Ebenen untergliedert. Die erste Ebene ist die des sogenannten “Tagesbewusstseins”. Auf dieser Ebene handeln wir im täglichen Leben. Unsere fünf Sinneseindrücke nehmen Informationen wahr, verarbeiten diese und setzen Reaktionen frei. Hierbei sind unsere Handlungen stark von unserem Intellekt und unserem Weltwissen bestimmt.
Die zweite Ebene ist die des Unbewussten, die auch als das innere Kind bezeichnet wird. Auf dieser Ebene erleben wir die Dinge wie ein Kind. Es erlebt, ohne dieses Erleben erklären zu müssen. Dadurch hat es einen wertfreien Blick auf die Dinge. Auf dieser Ebene funktioniert das Pendeln. Hier ermöglicht eine Befragung, dass man auf einen viel größeren Wahrnehmungsbereich zugreifen kann. Damit gelangt man an Informationen, die man auf der ersten Ebene nicht wahrnehmen kann.
Die dritte Ebene ist die des höheren Selbst. Es wacht über den persönlichen Lebensplan und macht sich besonders dann bemerkbar, wenn man sich gegen ihn stellt. Dann scheint es fast so, als würde das Schicksal selbst uns in eine bestimmte Richtung dirigieren. Diese Ebene lässt sich mit Pendeln nicht direkt ansprechen, doch das innere Kind kann in bestimmten Situationen als Vermittler dienen und die Gründe für bestimmte Entwicklungen angeben.

Drei Bereiche lassen sich herausstellen, auf die man mit einem Pendel zugreifen kann.

  • Zugriff auf den Speicher des Unterbewusstseins: Erinnerungen an verborgenes Wissen und Erlebnisse werden zugänglich gemacht.
  • Wahrnehmung außerhalb der fünf Sinnesorgane: Hier lassen sich Energien wahrnehmen, die nicht über unsere Sinnesorgane wahrgenommen werden können. Dazu zählt das Aufspüren von Quellen oder Rohstoffen, aber auch von Störfeldern. Auch Krankheiten können so genau bestimmt werden.
  • Botschaften der dritten Ebene verstehen: Das innere Kind dient als Vermittler zwischen der dritten und der ersten Ebene.

Es bleibt allerdings dabei, dass man mit dem Pendeln nur Antworten auf aktuelle Fragen finden kann. Fragen, die die Zukunft betreffen lassen sich so nicht beantworten. Dafür eignet sich das Tarot oder ähnliche Orakeltechniken. Oft ist aber die Antwort auf eine aktuelle Fragestellung der erste Schritt in eine neue und vielleicht auch bessere Zukunft.

Das richtige Pendel

Erfahrene Menschen können grundsätzlich mit vielen verschiedenen Dingen pendeln, solange sie frei beweglich aufgehangen und das Pendelgewicht mehr oder weniger symmetrisch aufgebaut ist. Denn besonders wichtig für ein Pendel ist, dass die Rotationssymmetrie gegeben ist. Dies bedeutet, dass sich der aufgehängte Körper frei um seine Achse drehen lässt, um eine regelmäßige Bewegung zu erzeugen. Anfänger sollten auf ein fertiges Pendel zurückgreifen, dass man in jedem gut sortierten Esoterikgeschäft erwerben kann. Es hat den Vorteil, dass man davon ausgehen kann, dass Fehler bei den Antworten in den ersten Versuchen (s. weiter unten) relativ sicher auf eine falsche Anwendung zurückzuführen sind und nicht mit dem Pendel zusammen hängen.
Auch das Material, aus welchem das Pendel besteht, ist nicht von großer Bedeutung. Meist wird aber ein Pendel aus Messing und Kupfer oder aus Edelsteinen verwendet. Es empfiehlt sich aber, bei persönlichen Fragen ein Pendel zu benutzen, das eine persönliche Beziehung zum Fragesteller hat. Dies kann eine spezielle Edelsteinsorte sein, die dem Sternzeichen entspricht, oder auch ein bestimmtes Metall, dass der Nutzer aus persönlichen Gründen bevorzugt. Auch persönliche Gegenstände können für die Herstellung eines eigenen Pendels genutzt werden. Wichtig ist nur, dass das Pendel gut ausbalanciert ist und es gleichmäßig schwingen kann. Experten verwenden keine maschinell hergestellten Pendel, da sie als weniger zuverlässig gelten. Andere besprechen ihre Pendel, um negative Energien aufzulösen.
Auch bei der Form gibt es viele verschiedenen Möglichkeiten: Tropfenpendel, Perlpendel, Resonanzspendel, Isispendel oder Triangelpendel sind nur einige der möglichen Formen.

Die ersten Schritte

Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, an dem sie sich ungestört auf das Pendeln konzentrieren können. Es sollte ein Ort sein, dem sie positiv gegenüberstehen und an dem sie nicht durch unerwartete Ereignisse, wie etwa durch weitere Personen oder durch Haustiere, gestört werden können. Setzen Sie sich auf einen bequemen Stuhl und stellen Sie beide Füße fest auf den Boden. Fassen Sie nun das Pendel mit dem Daumen und Zeigefinger der linken Hand an seiner Aufhängung, sodass es frei schwingen kann. Sollte diese Haltung für Sie schnell ermüdend sein, so kann man die Hand, die das Pendel hält, auch mit der anderen abstützen.
Um zu erproben, ob man die richtige körperliche und geistige Haltung eingenommen hat, startet man nun einen einfachen Versuch. Legen Sie ihren rechten Arm so auf den Tisch, dass die Handinnenfläche der Hand nach oben zeigt. Halten Sie das schwingende Pendel über den Unterarm und fragen Sie es, in welche Richtung das Blut fließt. Wenn sich das Pendel nach einiger Zeit zwischen Ellbogenbeuge und Handfläche bewegt, so steht weiteren Übungen nichts mehr im Weg.

Die bewusste Wahrnehmung der Gedanken und ihr Einfluss auf die Pendelbewegung

Als eine der allerersten Übungen gilt es, das aktive vom passiven Pendeln unterscheiden zu lernen. Unter aktivem Pendeln versteht man die Tatsache, dass man selbst bewusst das Pendel dazu bringt, in eine bestimmte Richtung zu schwingen. Dafür kann man die grundsätzlichen Bewegungen einüben. Setzen Sie sich hin und versuchen Sie, das Pendel von rechts nach links sowie im und gegen den Uhrzeigersinn schwingen zu lassen.
Nehmen Sie nun ein Blatt Papier und zeichnen Sie diese Bewegungen in Form von Pfeilen auf. Halten Sie das Pendel nun sehr ruhig über diese Formen und achten Sie darauf, was passiert. Im Normalfall beginnt das Pendel nun genau in diesem Formen zu schwingen. Wiederholen Sie dieses Experiment mit geschlossenen Augen und öffnen Sie diese erst, wenn Sie eine Bewegung wahrnehmen können. Versuchen Sie nun als dritte Übung, das Pendel zum absoluten Stillstand zu bekommen.
Diese Versuche sollen Ihnen deutlich machen, wie sehr zu Beginn unsere Sinnesorgane auf die Pendelbewegung einwirken. Es soll Ihnen dabei helfen, diesen Einfluss auszuschalten und in einer Art inneren Versunkenheit mit der zweiten Ebene in Kontakt zu treten, um die wahren Antworten auf Ihre Fragen zu erhalten.

Erste spielerische Übung

Füllen Sie drei Gläser mit Wasser. In eines der Gläser füllen sie nun soviel Salz, dass es nicht zu sehen, aber gut zu schmecken ist. Nun vertauschen Sie die Gläser so lange, bis Sie nicht mehr wissen, wo das Glas mit dem Salz steht. Pendeln Sie es aus!
Einen ähnlich spannenden Versuch können Sie mit Spielkarten starten. Nehmen Sie vier Asse aus einem Kartenspiel und legen Sie sie umgedreht so vor sich hin, dass sie nebeneinander liegen. Vertauschen Sie die Karten, bis Sie nicht mehr wissen, wo welche Karte liegt. Fragen Sie nun, wo das Herz-As liegt und pendeln Sie es aus. Wenn Sie diese Übung beherrschen, so können Sie die Zahl der Karten weiter erhöhen. Mit diesen Vorbereitungen sind Sie gut für die fortschrittlicheren Übungen gerüstet und können mit ersten einfachen Fragen beginnen. Dabei ist zu beachten, dass die Frage so gestellt wird, dass eine positive, negative oder neutrale Antwort gefunden werden kann.

Nur der Anfang einer großen Erfahrung

All diese Informationen und Beispiele sind nur der Beginn einer faszinierenden esoterischen Erfahrung, die seit sehr langer Zeit bereits die Menschheit begleitet. Wenn Sie jetzt neugierig geworden sind, so unterstützen wir Sie mit hilfreichen Tipps auf dieser Entdeckungsreise in die Welt des Pendels. Entdecken Sie viele spannende Informationen zu weiteren Trainingsmöglichkeiten, den verschiedenen Pendeln und wie man sie selbst bauen kann, wie man Störungen beim Pendeln weitestgehend ausschaltet und wie man die richtigen Fragen formuliert. Wenn Sie dann sicherer im Umgang mit Ihrem Pendel sind, so zeigen wir Ihnen verschiedene Pendeltabellen, mit denen viele Alltagsfragen beantwortet werden können.